Warum Fensterfolie meist kein Problem ist
Als Mieterin oder Mieter darfst du deine Wohnung im Rahmen des üblichen Gebrauchs gestalten, also Bilder aufhängen, Vorhänge anbringen oder eben Folie aufs Fenster kleben. Entscheidend ist, dass nichts dauerhaft verändert wird. Fensterfolie liegt nur auf dem Glas und lässt sich wieder abziehen. Deshalb ist sie für Mietwohnungen meist die einfachste Lösung für Sichtschutz, anders als ein gebohrtes Rollo.
Worauf es ankommt
- Innen anbringen: Die Außenseite gehört zur Fassade. Dort lieber vorher die Vermietung fragen.
- Rückstandslos entfernbar: Statisch haftende Folie oder Folie mit ablösbarem Kleber wählen.
- Beim Auszug abziehen: Das Fenster sollte so aussehen wie beim Einzug.
- Mietvertrag prüfen: Steht dort eine ausdrückliche Regel zu Fenstern oder Beklebungen, gilt sie.
Achtung bei Isolierglas: Hitze
Dunkle oder stark reflektierende Folien, zum Beispiel Sonnenschutzfolien, können auf Mehrscheiben-Isolierglas bei praller Sonne Hitze stauen. Im ungünstigen Fall entsteht ein Spannungsriss im Glas. Helle, matte Milchglas- und Dekorfolien sind in der Regel unkritisch. Bei dunklen Folien, sehr großen Scheiben in voller Sonne oder Sonnenschutzfolien gilt: vorher die Angaben des Folienherstellers prüfen und im Zweifel nachfragen.
Beim Auszug: so geht die Folie sauber ab
- Eine Ecke mit dem Fingernagel oder einem Kunststoffschaber anheben.
- Die Folie flach und langsam abziehen, nicht steil nach oben reißen.
- Bei Folie mit Kleber hilft lauwarme Luft vom Föhn, damit sich der Kleber löst.
- Eventuelle Reste mit Spülmittelwasser oder Glasreiniger abwischen. Keine Metallklinge auf beschichtetem Glas verwenden.
Lohnt sich eine kurze Nachricht an die Vermietung?
Pflicht ist sie bei einer innen angebrachten, ablösbaren Folie meist nicht. Eine kurze Nachricht kostet aber nur eine Minute und vermeidet Diskussionen beim Auszug, besonders bei großen Glasflächen, Haustüren oder Fenstern zum Treppenhaus.